Reisetagebuch – Singapur – Tag 4

Irgendwann legt die Fähre dann zum dritten Mal in Tioman an, unserem Bestimmungsort Tekik. Die hohen Berge, die mit Wald bedeckt waren und in denen tief liegende Wolken hingen, erinnerten mich ein wenig an den Anfang von Jurassic Park.

Im „Hafen“ wurde dann erst einmal gefrühstückt mit frisch zubereitetem Prata oder Canal wie es in Malaysia genannt wird, eine Art Pfannkuchen mit einer scharfen Soße. Dazu gab es Kaffee oder Tee, wobei hier anscheinend Nesquafe gleichbedeutend mit Kaffee ist, das übliche Tempo-Problem.

Danach ging es zu Fuß die letzten Meter zum Ressort, vorbei ein einigen Wellblechhütten und Bäumen voll mit Flughunden.

Das Ressort selbst, eher unscheinbar, ein paar Bungalows und eine große Hütte mit Küche und Essbereich, sowie der Ausgabestelle für Equipement. Nachdem alle ihre Sachen auf die Zimmer gebracht hatten, wurden die ersten Tauchgänge verteilt, für uns Anfänger gab es eine kurze Einführung von einem deutschen „Divemaster“ in die Ausrüstung und wie man sie anlegt. Die Ausrüstung beim Scuba-Diving besteht aus der Buoyancy Control Device (oder Tarierweste), der Maske, den Flossen, einem Gewichtgürtel, einem Taucheranzug, dem Regulator und natürlich der Druckluftflasche. Nachdem wir unsere Ausrüstung zusammengestellt und einsatzbereit hatten, ging es auch schon los mit dem ersten Tauchgang.

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Natürlich taucht man nie allein und so war ich immer mit meinem Tauch-Buddy Chintan (hier rechts im Bild) im Wasser. Am Anfang ging es aber erst einmal darum die Notwendigen Fähigkeiten zu erlernen, um sich unter Wasser bewegen zu können- Dazu gehört vor allem das Einhalten der Tauchhöhe mit Hilfe der Tarierweste und Atmung. Außerdem lernten wir, wie man sich verhält, wenn die Taucherbrille voll Wasser läuft, man sie ganz verliert,was passiert, wenn die Atemluft knapp wird, wie man seine Ausrüstung unter Wasser an- und ablegt und wie man im Notfall aufsteigt.Natürlich lernten wir das nicht alles am ersten Tag aber, einen Großteil davon. Dafür hatten wir zwei Tauchgänge zur Verfügung, einen am Vormittag und einen am Nachmittag. Dazwischen nutzten wir die Zeit zur Regeneration, zum Lernen der Theorie für die Abschlussprüfung am Abend und für die Hauptattraktion im Ressort, noch vor dem Meer und den Unterwasserwelten: Ein halbes Dutzend Katzenbabies:

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Ein Großteil unserer Gruppe war schon am Morgen zu einer kleinen Insel aufgebrochen, um dort auf einem anderen Riff zu tauchen, das etwas mehr bot, als das Hausriff. Nachdem wir unseren ersten Trainingstauchgang beendet hatten und auf die Rückkehr der anderen warteten, um gemeinsam Mittagessen zu können, zog ein Gewitter auf. Auf einer Insel ist das durchaus ein Erlebnis, insbesondere wenn man weiß, dass irgendwo vor der Küste noch ein kleines Boot mit Leuten unterwegs ist, die man kennt.

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Aber irgendwann kamen sie dann sicher zurück auf die Insel und wie sich herausstellte, hatten sie bereits mit der Tauchschule telefoniert, dass sie auf einer anderen Insel an Land gegangen waren und eine Kaffepause eingelegt hatten. Nur leider hatte man uns darüber nicht informiert.

Durch das schlechte Wetter konnten beinahe alle keinen Tauchgang unternehmen und so brach die Gruppe nach dem Mittagessen noch einmal zu einer anderen Insel auf und wir machten unseren zweiten Trainingstauchgang.

Am Abend gab es dann ein kleines BBQ und mein Buddy und ich lernten für die Prüfung. Er hatte mir gegenüber einen klaren Vorteil, er hatte bereits beim Warten auf die Fähre angefangen das Handbuch zu lesen. Ich begann gegen Mittag. Letzten Endes bestanden wir beide unseren Test mit über 75%. Die Hälfte war gesunder Menschenverstand und physikalisches Wissen und der Rest waren Tauchberechnungen und Glück. Die Auswertung unserer Test bekamen wir aber erst am nächsten Tag ausgehändigt.

Nach dem Abendessen und unserer theoretischen Prüfung, sofern man es Prüfung nennen kann, wenn drei Taucher um einen rum sitzen und auf Fragen indirekt antworten, wovon wir aber nur in einem Fall gebrauch gemacht haben. (lustigerweise bei der Frage nach Tauchzylindern nach DIN-Norm)

Danach ließen wir den Abend in der Bar Ausklingen, ein recht interessantes Gebäude aus Bambusrohr mit Piratendeko, ungefähr so wie man sich eine Bar vorstellen kann, die ein europäischer Aussteiger auf einer solchen Insel eröffnen würde. Was hier glaube ich auch der Fall war. Damit endete unser erster Tag auf Tioman und der zweite sollte mit den wichtigsten Skilltrainings und unserem ersten free Openwater Dive noch anstrengender werden.

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2 Antworten zu Reisetagebuch – Singapur – Tag 4

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