Reisetagebuch – Singapur – Tag 3

Der dritte Tag war relativ kurz. Ich nutzte die Chance mich auszuschlafen und vom Flug zu erholen, was bedeutet ich stand irgendwann gegen 1 Uhr nachmittags Singapur Ortszeit auf und versuchte mich dann langsam an die Zeitumstellung und die Folgen des Jetlags zu gewöhnen. Später fuhr ich dann noch ein Stück in die Stadt und wir gingen in einer Mall etwas Essen. Abgesehen davon, dass es in einer Mall war, handelte es sich um die gleiche Art von Food-Stall, wie ich sie am Vortag erlebt hatte. Nur mit dem Unterschied, dass weniger Stände offen hatten.

Zum Abendessen gab es Carrot Cake in Black and White, wobei mir nicht ganz klar war, was daran Carrote sein sollte. Danach ging es zurück ins Appartement, da wir bereits in der Nacht zum Tauchen aufbrechen wollten.

Gegen halb 1 Uhr nachts machten wir uns dann wieder fertig und fuhren mit dem Taxi zum Treffenpunkt mit unserem Tauchlehrer. Dort trafen wir auch die anderen Tauchschüler bzw. Teilnehmer des Wochenenedes. Insgesamgt 14 Leute, ein Großteil davon Deutsche und alle lebten und arbeiteten hier in Singapur.

Nachdem die letzten mit dem Taxi eingetroffen waren, ging es mit den Autos unseres Tauchlehrers und dem seiner Frau in Richtung malayische Grenze. Vielleicht sollte man erwähnen, dass wir uns in einem Auto zu viert auf der Rückbank drängen mussten, aber das ging einigermaßen, da es sich mit Ausnahme von mir um schlanke Frauen handelte. Trotzdem war es nicht sonderlich bequem.
Wir Deutschen hatten natürlich Befürchtungen, dass wir auf diese Weise Probleme an der Grenze bekommen würden, aber das war unbegründet, wie uns auch unsere beiden Fahrer, die Tochter des Tauchlehrers und ihr Freund erklärten. Außerdem löse man im Zweifelsfall die Probleme in Malaysia mit der Polizei in Form von 50 Malaysischen Ringgit (etwa 13€) und die Polizei erklärt einem auch wie man sie richtig besticht, so dass es nicht auffällt, wie uns einer der Mitreisenden erklärte.

Nach der Grenze machten wir kurz halt an einer Einkaufsstraße, wie man sie wohl hinter jeder Grenze finden kann. Auffällig waren die vielen Motorräder und vorherrschend waren viel Wellblech, offene Grillstände und jede Menge Neonlicht.

Anschließend ging es etwa zwei Stunden über die Autobahn zur Fähre, die uns nach Tioman bringen sollte. Abgesehen davon, dass in Malaysia und Singapur Linksverkehr herrscht, sind die Autobahnen ein Abenteuer. Zum einen wird man schon bei Geschwindigkeiten von knapp 100 km/h See krank und dann sind die Überholmanöver auf den eng gewundenen Straßen nichts für schwache Nerven. Trotz dieser etwas schwierigen Umstände gelang es uns ein wenig Schlaf zu bekommen.

Dann kamen wir irgendwann bei der Fährstation an und folgten dem Beispiel der Einheimischen und versuchten auf den Stühlen im Wartesaal weiter zu schlafen, was uns auch einigermaßen gelang. Zumindest so lange, bis alle Ventilatoren angeschaltet wurden und Lärm und Kälte verbreiteten. Als dann wenig später die Sonne aufging, hieß es warten, bis die Fähre eintraf. Geplant war 6:30 Uhr aber wie wir schnell lernen konnten bedeuten in Malaysia Fahrtzeiten immer nur „Richtwerte“, im allgemeinen sagt man 6:30++ Uhr, was dann so viel bedeutet wie: „Irgendwann zwischen 6:15 Uhr und 8:00 Uhr könnte etwas kommen, wenn du Glück hast!“

Wir hatten Glück und so konnten wir uns auf der Fähre einschiffen und versuchten noch einmal unser Glück mit dem Schlafen oder schauten uns im Fernsehen die Malayische Version von „Manta Manta“ oder so etwas an. So ein Bisschen eine Mischung aus Jackie Chan-Film, Bollywood und 2 Fast & 2 Furious Tokyo Drift. Ich glaube gegen Ende schliefen aber alle ein und ein sehr langer Frreitag (zumindest für alle anderen außer mir) endete.

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Eine Antwort zu Reisetagebuch – Singapur – Tag 3

  1. Tourist schreibt:

    Das ist ja mal ein schöner Reisebericht, auch schöne Bilder.
    Hat mir sehr gefallen

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