Lennaron’s Weblog

Der ganz alltägliche Wahnsinn des Lebens

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Archiv für die Kategorie ‘Computer’

Deutsche Serien verwalten mit GCstar

Geschrieben von lennaron - 06/05/2012

Auf Grund der unbefriedigenden Situation auf dem VideoOnDemand-Markt bin ich seit einer Weile dazu übergegangen TV-Serien aufzunehmen. Um die aufgezeichneten Folgen zu verwalten benutze ich im Normalfall GCstar, einem Sammlungsverwaltungstool, das in den Ubuntu-Quellen enthalten ist. Leider ist es in der Standardeinstellung nicht möglich die deutschen Metadaten der TVdb zu verwenden. Das lässt sich jedoch einfach beheben. Dafür muss man zuerst analysieren in welchem Ordner die Plugin-Files von GCstar liegen. Unter Ubuntu ist das standardmäßig /usr/share/gcstar/lib/GCPlugins/GCTVepisodes.

Dort legt man eine weitere Perl-Datei mit dem Namen GCTvdbDE.pm an und kopiert folgenden Inhalt hinein:

package GCPlugins::GCTVepisodes::GCTvdbDE;

use strict;

use GCPlugins::GCTVepisodes::GCTvdb;

{
package GCPlugins::GCTVepisodes::GCPluginTvdbDE;

use base qw(GCPlugins::GCTVepisodes::GCPluginTvdb);

sub getLang
{
return ‘DE’;
}

sub getName
{
return “Tvdb DE”;
}

sub siteLanguage
{
my $self = shift;

return ‘de’;
}

sub siteLanguageCode
{
my $self = shift;

return 14;
}

}

1;

Nun speichert man das ganze und startet GCstar neu. Danach sollte unter Plugins das Episodenplugin das “Tvdb DE” Plugin zu finden sein. Nun kann man dieses als Quelle auswählen und deutschen Metadaten für Episoden benutzen.

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MediaMarkt muss sterben!

Geschrieben von lennaron - 31/01/2012

Und zwar müssen, wie in “Der Krebs bildet bereits Metastasen!” und nicht wie in “Ich lade schon mal durch und ziele!”

Heute wieder ein einzigartiges Erlebnis bei dem Einzelhandelsriesen mit den nervigen Werbebotschaften. Einfaches Problem, ich brauchte ein Headset für ein älteres Nokia Telefon. Also schnell mal bei den roten Jungs (und Mädels) vorbei geschaut und die Handyabteilung gesucht. Dort ergab sich folgendes Bild:

An 5 Tischen standen 3 Männlein mit bunten T-Shirts und in einer Ecke stand ein armes kleines MM-Männlein, belagert von 5 Kunden. Da mir ja völlig klar ist, dass diese anderen Menschlein nur da rum stehen, um lustige Telefonverträge zu verkaufen, ging ich halt selbst auf die Suche. Natürlich gab es von Nokia kein Zubehör für Handys die noch nicht über kapazitive Displays verfügten, also weiter rumgesucht und als ich wieder an den bunten Männlein vorbei kam, sah ich, dass einer von ihnen ein Hama-T-Shirt trug. Ich ihn also ganz vorsichtig gefragt, ob er denn nur Verträge mache oder auch über Produkte seiner Firma Auskunft geben kann. Seine Antwort: “Nein, ich habe keine Ahung von den Produkten im Laden, ich mache nur Verträge. Für Hama!”

Naja es überraschte nun nicht wirklich, also weiter in der Hama-Ecke gesucht und ich fand auch ein entsprechendes Headset, häßlich wie die Nacht und da aus Vollmetall, machte es auch keinen bequemen Eindruck. Auf der Rückseite standen zwar einige Handys aber natürlich nicht das was ich hatte. Nun habe ich mir den Kauf von Headsets auf gut Glück abgewöhnt, nachdem mir mal ein Umtausch nicht ermöglicht wurde, mit dem Verweis auf Hygieneartikel bei InEar-Kopfhörern.
Also HeadSet geschnappt, Handy raus gekramt und wieder durch den ganzen Laden zur “Infothek”, wo sich drei Mitarbeiter langweilten. Zwei davon verschwanden sofort, als ich eintraf und eine hatte scheinbar das geistige Schnick-Schnack-Schnuck verloren und musste mich bedienen. Ich also kurz meine Frage gestellt:

“Passt dieses Handy (linke Hand mit Handy gezeigt) mit diesem HeadSet (rechte Hand mit HeadSet gezeigt) zusammen?”

Sie schaute mich mit ihren großen blauen Augen an und sagte nur, dass sie davon keine Ahnung habe und ich doch bitte in die Handyabteilung gehen soll. Da ich grad in meiner schönsten Provokationslaune war, konnterte ich, dass dort nur Leute für Verträge herum standen und ich keinen mit einem roten T-Shirt gesehen hätte. Leider ging der Bluff nicht auf und sie bat mich doch noch einmal nachzusehen. Etwas unwirsch drehte ich mich um und lief wieder durch den halben Laden zurück zur Handyabteilung. Das mir hinterher gebrüllte “Vielleicht ist er auch in der Festnetztelefonabteilung!” quittierte ich mit einem Kopfschütteln, ohne mich umzudrehen. Mir war klar, diese Frau und ich werden für diesen Einkauf keine Freunde mehr.

Aber ich hatte Glück, das Rothemd der Handysparte hatte inzwischen die Kunden abgehängt und kramte halb versteckt in einem der Tische von den Handyvertretern. Mit einem Blick der vermutlich Glas hätte schneiden können, gab ich dem Apple-Vertreter, der neben ihm kniete zu verstehen, dass ich heute sicher kein Produkt in weiß oder silber mit angebissenem Apfel erwerben möchte und stellte meine Frage direkt an den Verkäufer.

Immerhin der Verkäufer wusste, dass dieses HeadSet theoretisch mit meinem Handy kompatibel war, er versuchte es auch gleich anzubauen, was aber nicht so ganz klappte, da der Port anscheinend so verdreckt war, dass der Stecker keinen dauerhaften Kontakt bekam (Mea Culpa). Ich mich also bedankt und ihn gefragt, wo die MP3-Player zu finden wären. Ich bekam eine freundliche Antwort und machte mich auf den Weg durch den Rest des Ladens, da die MP3 Player natürlich ganz am Ende zu finden sind.

Also versucht mir einen Überblick über die MP3-Player zu bekommen. (ja man kann sowas auch online kaufen, aber ich kaufe sowas gerne sofort, wenn ich es brauche bzw. grad dabei bin)

Anforderungsprofil: Keine Videofunktion, lange Akkulaufzeit, klein und wenns geht mit alternativen Formaten und Radio. Also also etwas im Stil des alten iPod-Shuffle mit aktuellen Standards.
Ich schaute mich also um und stellte fest, dass immer nur ein paar Spezifikationen aufgeführt werden. Mal stand da, ob mit Radio, mal ein paar Formate und so weiter, jeder der schon einmal vor so einem Regal stand kennt das. Ich fand zwei interessante Geräte von Phillips, der eine konnte FLAC und der andere konnte OGG. Beide unterschieden sich nur durch ihre Displaygröße und den Preis. Also wieder einen Verkäufer gesucht und nachdem ihm eine blonde Vertreterin von Samsung (o.ä.) darauf hinwies, dass er Kundschaft hatte, konnte ich auch meine Frage anbringen:

“Sie haben hier Geräte die OGG-Format können und welche, die FLAC-Format können, haben sie auch Geräte die beides können?”

Er sah mich an und ich hatte das Gefühl, ich konnte den Schein der 52″ Plasmafernseher hinter ihm, durch seinen Hinterkopf hindurch scheinen sehen. Er antwortete mit etwas gequälter Stimme: “Ich habe keine Ahnung, ich weiß nicht einmal was das für Formate sein sollen!” Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass dieser Mensch offensichtlich für MP3 und Home-Entertainment eingeteilt war. Aber ich hatte Glück, in diesem Moment kam “Micha” (o.ä.) vorbei und mein überfordertes Rothemd, schnappte ihn sich im vorbeieilen und fragte ihn, ob er ein “MP3-Format namens FLAC oder OGG” kennen würde. Während ich innerlich Facepalmte und “Micha” kurz nachdachte, zog sich mein erstes Rothemd aus der Affäre, indem er sich wieder der blonden Vertreterin von Samsung (o.ä.) zuwendete und ihr erklärte, dass Micha ja selbst Musik spiele und daher natürlich so etwas wisse. “Für’s Flirten bezahlt werden, ich bin doch nicht…!” dachte ich noch so bei mir und wendete mich hoffnungsvoll an “Micha”.

Zwar kannte Micha Dateiformate, nur leider nicht die Spezifikation der Produkte des Marktes. Als er zu mir meinte, er müsse “das mal schnell googeln” dachte ich zuerst, er würde in der hauseigenen Lagerverwaltung nachsehen, aber nein, er meinte das ernst. Fand auf die schnelle ein Gerät, dass beides konnte, das auch im Laden vorrätig war. Überraschung, es war Samsungs Alternative zum iPad Touch, ein 180€ teures verkapptes Smartphone. Ich bedankte mich und versuchte dem armen “Micha” der irgendwie gehetzt wirkte (vermutlich war er der einzige im Laden der von Technik Ahnung hatte) nicht noch mehr Zeit zu stehlen.

Ich beschloss ein paar Abstriche in Kauf zu nehmen und den Player von Philips zu nehmen, der OGG konnte. Zumindest hatte ich das vor, doch ich fand ihn nicht und auf den Verpackungen von Philips von anderen Geräten stand auch nur, dass sie keine DRM-geschützten WMAs abspielen, aber nicht was sie denn nun abspielen konnten. Ich hatte ein schlechtes gewissen den Playboy in rot und die Dame von Samsung (o.ä.) noch einmal zu unterbrechen, beschloss die Suche auf den heimischen Rechner zu vertagen und verließ frustriert das Regal. Kurz vor dem Ende fiel mir noch der iPod-Shuffle ins Auge und erinnerte mich an einen bekannten, der Wochen im Netz gesucht hatte und letztendlich zum Apple griff, weil es das einfachste war und man da etwas sicherer sein kann, nicht ins Klo zu greifen. Aber dann erinnerte ich mich an den Vertreter von Apple aus der Handyabteilung und beschleunigte meine Schritte Richtung Ausgang…

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Evolution und T-Online

Geschrieben von lennaron - 17/09/2010

Es hat wirklich lange gedauert aber letztendlich habe ich mich dazu durchgerungen so lange an meinen Einstellungen für t-online zu basteln, bis ich sie mit IMAP abrufen kann.

Man gehe wie folgt vor:

  1. Auf der Webseite von T-Online anmelden und ein E-Mail-Passwort erstellen (nicht zu verwechseln mit dem Passwort was für die Anmeldung nötig war, sollte möglichst auch nicht das gleiche sein).
  2. Wenn das neue Passwort freigeschaltet ist (evtl. etwas  Tag warten) in Evolution unter Bearbeiten/Einstellen/Konten ein neues Konto erstellen und Namen und Mailadresse eingeben.
  3. Als Eingangsserver entweder “imap.t-online.de” oder “secureimap.t-online.de:993″* für IMAP oder
    “popmail.t-online.de” bzw. “securepop.t-online.de:995″ falls man POP3 verwenden möchte. Dabei ist die erste Adresse unverschlüsselt, die zweite verwendet SSL-Verschlüsselung für paranoide Menschen wie mich.
  4. Den SMPT-Server einrichten: “smtpmail.t-online.de” bzw.  “securesmtp.t-online.de:25″ gleiches Spiel wie oben nur wird TLS als Verschlüsselung ausgewählt.
  5. Nun Mails abrufen, bei POP3 vorher nicht vergessen die Empfangsoptionen einzustellen und euer neu erstelltes E-Mail-Passwort eingeben.
  6. Es sollte alles funktionieren, falls nicht warten, ob das neue E-Mail-Passwort freigeschaltet ist.

Hier die Support-Seite von der Telekom zu dem Thema.

Bei mir hat es vermutlich etwas länger gedauert, weil ich zwischen Passwort und E-Mail-Passwort nicht unterschieden habe oder eins falsch abgelegt hatte. Nach einer Änderung klappte wieder alles. Trotzdem möchte ich anmerken, dass diese 2-Passwort-Geschichte sehr verwirrend ist. Falls noch einer die Nase rümpft warum ich ausgerechnet beim BigBrother meine Mailadresse habe, das liegt einfach daran dass er als einer der wenigen IMAP kostenlos anbietet und den Deutschen Gesetzen verpflichtet ist, was Googlemail und GMX.com nicht unbedingt sind und ich finde einen GB völlig ausreichend.

* Die Doppelpunkte mit der Zahl geben die notwendigen Ports an.

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Wie die Telekom mein Heimnetzwerk störte

Geschrieben von lennaron - 01/11/2009

Als Linuxuser ist man ja manchmal Probleme, die plötzlich auftauchen, gewohnt und man tröstet sich in den meisten Fällen damit, dass es an fehlenden Treibern, der Marktmacht von Microsoft oder anderen Naturgesetzen liegt. Selbst wenn ein Fehler mal von den Entwicklern kommt, ist dieser meist schnell behoben. So wurde ich stutzig, als ich heute mein Heimnetzwerk zum ersten Mal nutzen wollte und die Kombination Laptop zu Desktop plötzlich scheiterte. Es kam nur ein unbefriedigendes:

“Einhängen des Ortes nicht möglich; Empfangen der Speicherliste vom Server ist gescheitert”

Ein kurze Suche brachte mich dann im Ubuntu-Forum auch auf die richtige Lösung.
Schuld war die Navigationshilfe der Telekom, die mit den DNS-Servern rumpfuscht, was dazu führte, dass Samba die Krise bekommt. Also schnell mal bei der Telekom diese sinnlose Navigationshilfe ausgestellt und schon funktionierte alles wieder.
Positiver Nebeneffekt, ich bin diese sinnfreie Navigationshilfe los.

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Wlan unter Ubuntu 9.04

Geschrieben von lennaron - 29/10/2009

Wieder einmal 3 Stunden meines Tages für die Installation meines WLans unter Ubuntu 9.04 vergeudet, was tut man nicht alles für ein freies Betriebssystem.

Zuerst hatte ich auf einen Fehler beim Kernel getipp, aber das durchprobieren der letzten 3 Versionen brachte nicht wirklich ein brauchbares Ergebnis. Immerhin erkannte die Karte sofort alle Netzwerke in der Umgebung, auch mein Heimnetzwerk mit b&g&n Standard. Das einzige Problem war, dass er nach der Eingabe des PSK ewig herum funkte und am Ende wieder die Eingabe des Passworts verlangte.
Nach einigem Suchen fand ich dann auch die Lösung. Ubuntu mag es scheinbar nicht, wenn gleichzeitig WPA und WPA2 im Netzwerk unterstützt werden. Nachdem ich die Unterstützung für WPA ausgeschaltet hatte, funktionierte auch alles wunderbar.

Verwendete Hardware: Belkin n-Draft-Router und LogiLink WLan-n-PCI-Karte

Hier die entsprechenden Seiten im Ubuntuuser-Forum.

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Die Grünen als Internetpartei?

Geschrieben von lennaron - 22/09/2009

Es sind keine 7 Tage mehr bis zur Wahl und der Wahlapparat der Parteien läuft auf Hochtouren. Die etablierten Parteien machen fleißig Koalitionsaussagen und verkünden Steuersenkungen in der größten Wirtschaftskrise der  BRD (klingt ja logisch) und während die bürgerliche Presse über DER LINKEN hetzt, die NPD wieder einmal beweist, warum sie verboten gehört und die Piratenpartei scheinbar noch einiges im Umgang mit rechten Medien für sich selbst zu klären hat, versucht sich meine liebste ökologische Splitterpartei Bündnis90/DIE GRÜNEN als Internetpartei.

So rufen sie in einem Brief an “die Netizens, die Generation C64, die digitalen Natives” dazu auf sie zu wählen, da sie sich ja so sehr für das Thema der Bürgerrechte im Internet einsetzt.
Auch wenn in diesem Brief nicht einmal von den Piraten gesprochen wird, zeigt eine Gegenüberstellung der Ziele der Piraten mit denen der Grünen von Volker Beck eindeutig wohin diese Unternehmungen gehen.

Einmal ganz davon abgesehen, dass ich in diesem Brief in keinster Weise des Gefühl habe als aktiver Internetnutzer ernst genommen zu werden (Schreibstil und Anrede), um so unrealistischer finde ich die Ziele:

  • die Vorratsdatenspeicherung und die heimliche Online-Durchsuchung rückgängig gemacht werden,
  • Webseiten, die Kindesmissbrauch zeigen, gelöscht werden anstatt eine Sperrinfrastruktur aufzubauen, die diese nur notdürftig versteckt,
  • eine Pauschalvergütung wie die Kulturflatrate geschaffen wird, die eine faire Entlohnung von Künstlerinnen und Künstlern ebenso ermöglicht wie den freien Austausch von Kultur und Kreativität im Netz. Und die den Abmahnwahn der Unterhaltungsindustrie ein für alle Mal beendet,
  • Internetzugänge für jede und jeden geschaffen werden – über freies W-LAN in unseren Städten und eine flächendeckende Breitbandversorgung auf dem Land,
  • ein freies Internet gesichert wird, das nicht den Interessen der Wirtschaft und des Staates untergeordnet ist,
  • Gamerinnen und Gamer nicht länger kriminalisiert und stigmatisiert werden.

Einige Dinge mögen sicher schön klingen, aber wenn ich schon Dinge wie eine Kulturflatrate oder freies WLAN für alle in den Städten lese, dann weiß ich dass diese Forderungen die gleichen Umsetzungschancen haben wie “Tempo 30 auf allen Autobahnen” und “die sofortige Stilllegung aller AKW”.Zum Thema Stigmatisierung von GamerInnen, konnte man die Grünen ja hinlänglich beim hin und her Rudern beobachten.

Schaue ich mir nun noch an, wie treu sich die Grünen in den 4 Jahren Rot-Grün geblieben sind (Afghanistan, Agenda 2010, Anti-Terror-Gesetze, u.a.) dann glaube ich euch absolut gar nichts mehr, was sie versprechen, dafür mussten sich nicht einmal 16 Bundestagsabgeordnete bei der Entscheidung über das Zugangserschwernisgesetz enthalten.

Bevor jetzt der ein oder andere einwenden mag, dass die Forderungen der Piraten wie ein “Super-Internetministerium” oder manch andere Sachen auch nicht sonderlich realistisch sind, für eine Partei, die vermutlich an der 5%-Hürde scheitert, so mag das sicher zutreffen. Doch im Gegensatz zu den Grünen sind die Piraten noch jung und unverdorben. Eine Sache haben die Piraten bereits heute erreicht. Eine verstärkte Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit für Internet- und Technikthemen und die Leute dahinter. Ich kann mich nicht erinnern, dass in dem Umfang über sog. “Nerds” diskutiert wird wie in den letzten Monaten, hier ein netter Artikel der FAZ als Beispiel, auch wenn man über die Art der Darstellung sicher streiten kann, so habe ich den Artikel mit einem zwinkernden Auge gelesen.

Doch bleibt trotz allem die Frage, was man in knapp 5 Tagen wählen sollte. Die Grünen nicht, die SPD und CDU sowieso nicht, die FDP beweist in Sachsen gerade wie sehr sie sich für bürgerliche Grundrechte im Internet einsetzt und die Linken können einem schon manchmal leid tun aber im Bereich Netzpolitik sind sie sehr still. Bleiben wohl nur noch die Piraten, die laut Tagesspiegel “Most American Partie” was in meinen Augen, mit Blick auf das amerikanische Politiksystem kein Kompliment ist, höchstens für die Art ihrer Zusammensetzung und Basisarbeit.

Wer noch einmal die Stellungnahmen und eine Zusammenfassung der Parteiprogramme zu IT-Fragen lesen will, dem sei das Wiki der FSFE ans Herz gelegt.

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Kleiner RAM große Wirkung

Geschrieben von lennaron - 11/09/2009

Manchmal liegen Fehler dort wo man sie nie vermuten würde. Bei demVersuch mir heute aus alten Bauteilen einen kleinen HTPC zu basteln, hatte ich so einige Schwierigkeiten. Weder Ubuntu, noch Debian oder Fedora ließen sich als LiveCD starten und irgendwann beschloss ich dann Debian direkt zu installieren.

Doch hierbei passierte dann etwas noch viel nervigeres, immer wenn ich versuchte die Systemfestplatte zu partitionieren fror der Rechner ein, die CapsLock- und die Rollen-Taste blinkten wie ein Weihnachtsbaum und nichts passierte.

Also die nächste Festplatte ausprobiert (hab ja so einige rumliegen, wieder das gleiche Ergebnis. Xubuntu statt Debian genommen, nichts passierte, wieder die Festplatte getauscht, wieder nichts. Nach weiteren erfolglosen Versuchen, wie anderen IDE-Strang benutzen, Installations-CD wechseln und ähnlichem habe ich dann doch mal gesucht und wurde nach einiger Zeit im Ubuntuforum fündig:

Wenn Dein System sowohl unter Windows als auch mit Linux abschmiert, tippe ich auf einen Hardwareschaden. Austauschen wuerde ich Speicher, Netzteil oder Festplatte (in dieser Reihenfolge!). Diese 3 Komponenten sorgen nach meiner Erfahrung fuer 95% aller Hardwarefehler.

Also schnell mal zwei der drei RAM-Riegel entfernt und siehe da das Problem war behoben. Dank an aasche und ich hoffe ich kann damit dem ein oder anderen helfen.

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Ubuntu Video unter Jaunty

Geschrieben von lennaron - 10/06/2009

Systemupgrades sind immer so ein Problem. Zum einen bieten sie die Chance auf neue Funktionen und mehr Sicherheit, gleichzeitig aber auch immer auf neue Bugs. So geschehen bei meinem Ubuntu-Upgrade auf Jaunty.
Plötzlich konnte ich keine Videos mehr abspielen und egal, ob VLC, Totem oder MPlayer, alle beendeten sich und nur über den Start in der Konsole bekam ich folgende Fehlermeldung:

The program ‘totem’ received an X Window System error.
This probably reflects a bug in the program.
The error was ‘BadAlloc (insufficient resources for operation)’.
(Details: serial 85 error_code 11 request_code 132 minor_code 19)
(Note to programmers: normally, X errors are reported asynchronously;
that is, you will receive the error a while after causing it.
To debug your program, run it with the –sync command line
option to change this behavior. You can then get a meaningful
backtrace from your debugger if you break on the gdk_x_error() function.)

Nachdem eine Suche bei www.wikiubuntuusers.de keinen Erfolg hatte, fand ich Hilfe in der Bug-Mailingliste von ubuntu.com:

I have discovered a work around is to open ‘gstreamer-properties’ ->
‘Video’ tab -> Set ‘Plugin’ to ‘X Window System (No Xv)’. However, this
seems to affect the performance of video playback in some cases.

Totem funktioniert, VLC und MPlayer werden demnächst getestet. Mal sehen ob ich auf diesem Wege auch die Probleme bei der Audiiowiedergabe fixen kann.

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Systembericht unter Linux mit hardinfo

Geschrieben von lennaron - 03/04/2009

Wieder mal ein gutes Tool gefunden, das ich empfehlen will, da ich es erst nach einigen Versuchen gefunden habe. Ich war nämlich gerade dabei meine Daten von den Rechnern zu sortieren, die ich in den letzten drei Jahren zusammengebaut, repariert und getuned habe zu ordnen und wollte eine kleine Übersicht über die verbauten Komponenten aufstellen.
Für Windows sind solche Tools ja weit verbreitet, die bekanntesten sind wohl SiSoft Sandra Lite, Everest Home und SIW. Doch nun habe ich auch einige Rechner, die nur mit Linux laufen. Klar werden viele denken, dann soll der faule Sack den Gerätemanager benutzen oder die Konsole.
Das hat aber zwei Nachteile. Die Informationen des Gerätemanagers kann man nicht wirklich abspeichern und die Konsolenbefehle lassen sich zwar einfach umlenken, aber ein ansehnlicher, individuell gestaltbarer Bericht wird es nicht oder zumindest nur mit vielen Optionen.
Also mal ein bisschen gesucht und auf hardinfo gestoßen. Es bietet alles was man so braucht, um sich einen Überblick zu verschaffen. Umfangreiche Hardware Analyse und Benchmark, also annähernd so gut wie vergleichbare Windowsprogramme. Das alles mit der Option den Bericht anzupassen und in HTML zu exportieren. Natürlich steht das Programm unter der GPL und ist kostenlos über die Systemquellen bei einigen Distributionen verfügbar.
Damit war dann auch dieses Problem gelöst und die Arbeit an den Rechnern konnte weiter gehen.

Gebloggt mit Flock Browser

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XMind, so gut kann OpenSource sein

Geschrieben von lennaron - 12/03/2009

Neulich wollte ich mal wieder eine MindMap für eine kleine Hausarbeit zur Gliederung erstellen, da ich ein unheimlicher MindMap-Fan und dazu noch Linux-Nutzer bin, habe ich ja schon seit einer Weile zwei große Favouriten. Das wären einmal ViewYourMind (VYM), den ich aber teilweise sehr beschränkt in seinem Funktionsumfang finde. Eine weitere Alternative war bisher Freemind, das für mich bisher beste Freewareprogramm, das für meine Zwecke auch mit MindManager mithalten konnte.

Aber jetzt gibt es einen Grund für mich zu wechseln und zwar zu XMind3 das schöne an diesem Projekt? Es basiert auf Freemind, hat also den gewohnten Funktionsumfang und noch ein bisschen mehr. Es unterstützt Notizen, Querverweise, Ein-/Ausklappen von Zweigen und es steht unter zwei freien Lizenzen. Sehr schön ist auch seine Portabilität. Da es auf Java basiert, läuft es auf Windows, Mac un Linux und das sogar in einer Portable Version, die nur knappe 122MB groß ist (für alle Plattformen zusammen).

Es gibt auch noch eine Pro-Version, die Exporte in andere Mind-Manager-Formate und noch ein paar Extras erlaubt, die für mich aber allesamt eher unwichtig sind.

Der Editor wirkt sehr aufgeräumt, bietet grundlegende Vorlagen, wie Baum-, Fisch- oder Organigrammvorlagen, ein paar Icons zum Taggen und einen ziemlich guten Notizen-Editor. Nachteile sind meiner Meinung nach, die starre Anordnung, im Gegensatz zu VYM ist es nicht möglich die Knoten frei zu verschieben, das wird aber durch die gute Bedienbarkeit und die Portabilität ausgeglichen.

Die Verbindung von OpenSource-Lösung mit einer kostenpflichtigen Pro-Version ist für mich eine besonders gute Lösung, kostenlose Software mit professioneller Entwicklung zu verbinden. So könnte ein erfolgreiches Vorbild für die Entwicklung von OpenSource in der Zukunft aussehen, hoffen wir auf eine Vielzahl von Nachahmern.

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