Lennaron’s Weblog

Der ganz alltägliche Wahnsinn des Lebens

Wie die Telekom mein Heimnetzwerk störte

Verfasst von lennaron am 01/11/2009

Als Linuxuser ist man ja manchmal Probleme, die plötzlich auftauchen, gewohnt und man tröstet sich in den meisten Fällen damit, dass es an fehlenden Treibern, der Marktmacht von Microsoft oder anderen Naturgesetzen liegt. Selbst wenn ein Fehler mal von den Entwicklern kommt, ist dieser meist schnell behoben. So wurde ich stutzig, als ich heute mein Heimnetzwerk zum ersten Mal nutzen wollte und die Kombination Laptop zu Desktop plötzlich scheiterte. Es kam nur ein unbefriedigendes:

„Einhängen des Ortes nicht möglich; Empfangen der Speicherliste vom Server ist gescheitert“

Ein kurze Suche brachte mich dann im Ubuntu-Forum auch auf die richtige Lösung.
Schuld war die Navigationshilfe der Telekom, die mit den DNS-Servern rumpfuscht, was dazu führte, dass Samba die Krise bekommt. Also schnell mal bei der Telekom diese sinnlose Navigationshilfe ausgestellt und schon funktionierte alles wieder.
Positiver Nebeneffekt, ich bin diese sinnfreie Navigationshilfe los.

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Wlan unter Ubuntu 9.04

Verfasst von lennaron am 29/10/2009

Wieder einmal 3 Stunden meines Tages für die Installation meines WLans unter Ubuntu 9.04 vergeudet, was tut man nicht alles für ein freies Betriebssystem.

Zuerst hatte ich auf einen Fehler beim Kernel getipp, aber das durchprobieren der letzten 3 Versionen brachte nicht wirklich ein brauchbares Ergebnis. Immerhin erkannte die Karte sofort alle Netzwerke in der Umgebung, auch mein Heimnetzwerk mit b&g&n Standard. Das einzige Problem war, dass er nach der Eingabe des PSK ewig herum funkte und am Ende wieder die Eingabe des Passworts verlangte.
Nach einigem Suchen fand ich dann auch die Lösung. Ubuntu mag es scheinbar nicht, wenn gleichzeitig WPA und WPA2 im Netzwerk unterstützt werden. Nachdem ich die Unterstützung für WPA ausgeschaltet hatte, funktionierte auch alles wunderbar.

Verwendete Hardware: Belkin n-Draft-Router und LogiLink WLan-n-PCI-Karte

Hier die entsprechenden Seiten im Ubuntuuser-Forum.

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Kundenservice bei der Citibank

Verfasst von lennaron am 28/10/2009

Für alle die überlegen, ob sie ein Konto bei der Citibank eröffnen möchten, hier mal ein paar Erfahrungen, wie Kundenservice bei der Citibank aussieht.

Folgende Situation: Man verfügt bereits über ein Konto bei der Citibank, auf dem man einen bestimmten Geldbetrag geparkt hat. Dieser Geldbetrag ist mehr als doppelt so groß, wie der nötige Betrag, um eine kostenlose Kontoführung beim CitiBest-Konto zu bekommen. Nun will man noch ein zweites Konto als zusätzliches Girokonto eröffnen.

  1. Man erkundigt sich bei der Hotline, ob man mit genügend vorhandenem Kapital ein zweites kostenloses CitiBest-Konto eröffnen kann. Scheitert aber schon daran, dass die Mitarbeiterin am anderen Ende (Filiale, nicht CallCenter) den Unterschied zwischen EC- und Kreditkarte nicht kennt (/versteht).
  2. Man geht zu einer Filiale der Citibank und schafft es auch mal zu den tollen Öffnungszeiten dort zu sein. (Mo,Di & Do 9 bis 18 Uhr, Mi & Fr 9 bis 16 Uhr und 13 bis 14 Uhr Mittagspause) Dort gibt es genau einen Mitarbeiter der am Kassenschalter steht, alle Beratungsplätze sind leer und kein Mitarbeiter ist zu sehen. Nach 20 Minuten Schlange stehen kann man dann seine Frage stellen, ob man ein zweites kostenloses Konto eröffnen kann, wenn man auf einem anderen Konto genug Kapital hat. Die Antwort lautet: „Kein Problem!“
  3. Man eröffnet online sein neues CitiBest-Konto.
  4. Man erhält zwei Wochen später seine neuen Kontodaten.
  5. Man wird etwas später aufgefordert die nötige Summe zur kostenloses Kontoführung auf das neue Konto zu überweisen, was im Gegensatz zur Aussage unter 2. steht.
  6. Man fährt wieder in die Filiale von 2. und es ist wieder nur ein Mitarbeiter anwesend, der den Kassenschalter bedient. Nach einer halben Stunde Wartezeit im Stehen, während der man so manches von den vor einem getätigten Kontoaktionen mithören kann, wie Höhe der Geldbeträge, Kontonummern, Namen, usw. ist man an der Reihe.  Als man am Kassenschalter steht, taucht aus dem nichts ein weiterer Mitarbeiter auf und bittet wartende Kunden, für Kontoangelegenheiten in den hinteren Bereich.
    Dieses mal ist es ein anderer Mitarbeiter. Dieser erklärt, dass es doch nicht möglich ist ein kostenloses Konto zu führen, wenn der nötige Freibetrag auf einem anderem CitiBest-Konto hinterlegt ist. Während man diese Erfahrungen macht werden dem Schalterbeamten Unterlagen gereicht, die offen lesbar auf dem Tresen landen (mit Kontodaten, Namen, etc.), die eigene Kontonummer wird laut herausposaunt was bei der personalisierten Vergabe der Kontonummern bei der CitiBank besonders ärgerlich ist.
    Letztendlich wird einem mitgeteilt, dass man kein neues Konto unter einem Kundeneintrag eröffnen kann und man somit zwei Kundennummern im System hat unter dem gleichen Namen. Was dann dazu führt, dass man plötzlich zwei Freistellungsaufträge beim gleichen Kreditinstitut hat, was rechtlich nicht möglich ist und was sich aber auf Grund der zwei Accounts im System nicht finden oder ändern lässt. Wenn das nicht proffessionelle Software ist?

Das Ende der ganzen Aktion: Man löst sein neues Konto wieder auf und eröffnet das gewünschte Konto bei einem anderen Institut, weil man vom Service der CitiBank so enttäuscht ist, dass man mit dieser Bank nicht mehr als nötig zu tun haben möchte.

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Behinderung als Werbeträger

Verfasst von lennaron am 25/10/2009

Als Mensch der familiär wie arbeitstechnisch mit behinderten Menschen zu tun hat, bin ich ja so einiges an Vorurteilen und behindertenfeindlichem Verhalten gewohnt. Besonders schockiert war ich aber, als ich Mitte September von einer Werbekampagne der A&O Hostels hörte.

Mit den Webseiten www.autistvz.de und www.autistbook.com warben sie für mehr reale Kontakte und Aktivitäten. Das ist von der Idee her kein schlechter Ansatz. Auch gegen virales Marketing ist ja im allgemeinen nichts auszusetzen. Schlimm finde ich in diesem Zusammenhang nur, dass hier der Autismus als Werbeträger verwendet wird und damit Vorurteile vertieft und neu geprägt werden. Um allein auf die Tatsache der zunehmenden Verlagerung zwischenmenschlicher Beziehugnen ins Web 2.0 hinzuweisen, hätte es auch ein anderer Titel getan. Ein Beispiel dafür ist ganz klassisch www.alleinr.de.

Inzwischen hat A&O die Kampagne wohl abgeschaltet, dann man gelangt über die oben genannten Adressen nur noch auf die Filiale in Prag. Doch bevor die Seiten abgeschaltet wurden, versuchte ich etwas gegen diese geschmacklose Form der Werbung zu unternehmen.

Nun mag der eine oder andere fragen, was mich daran so stört, es sei ja nur spaßig gemeint und keine Beleidigung. Ich finde es faszinierend, dass man dieses Argument auch bei den zahlreichen Diskussionen im Netz immer wieder findet (sofern sich mal jemand Kritik erlaubt). Doch ist es nicht verwunderlich, dass es immer wieder Sozialwissenschaftler und andere „Weltverbesserer“ gibt, die bei jedem Satz, der nicht „ge-Gendert“ wird auf die Palme springen und hier kaum Gegenwehr kommt?

Im letzten Semester wurde zu den Studentenprotesten ein 15minütiges Referat darüber gehalten, dass ein Professor das Wort „Negerkuss“ statt „Schaumkuss“ für eine Süßigkeit verwendet hat. Wo sind solche Leute, wenn es um Fälle wie den hier geht?

Doch es scheint, dass nur wenige meine Meinung zu diesem Thema teilen. Während auf meine Mails an die Behindertenbeauftragten des Bundes und des Landes Berlin bis heute keine Antwort eingetroffen ist, erhielt ich wenigstens vom Deutschen Werberat eine Antwort auf meine Beschwerde, in der mir mitgeteilt wurde, dass dieser keine Veranlassung zum Eingreifen sieht, auch wenn es sich um schlechten Geschmack handeln mag. Hier den Brief im Original:

Sehr geehrter Herr ****,

wir beziehen uns auf Ihre Beschwerde vom 17. September und unseren
Zwischenbescheid vom 22. September 2009.
Nach Eingang der Stellungnahme des werbenden Unternehmens haben wir die
Angelegenheit den Mitgliedern des Deutschen Werberats zur Beurteilung
vorgelegt. Diese sind zu der Auffassung gelangt, dass die absurde Idee einer
sozialen Netzgemeinschaft, bei der man gerade keine Kontakte knüpfen könne,
so überzogen sei, dass in der Bezeichnung „AutistVZ“ keine reale
Diskriminierung vorliege. Es werde dem Betrachter offensichtlich, dass hier
die Bezeichnung „Autist“ nicht im Sinne des Krankheitsbildes Autismus, das
ja auch breitgefächert und vielschichtig ist, verwendet wird, sondern als
ein umgangssprachlicher Begriff für Menschen, die in ihrer eigenen Welt
leben. Insgesamt könne man zwar unter Geschmacksgesichtspunkten über diese
werbliche Maßnahme geteilter Meinung sein, der Werberat sehe sich aber
außerstande, in Geschmacksfragen verbindliche Maßstäbe aufzuzeigen und als
„Hüter des vermeintlich guten Geschmacks“ aufzutreten. Schließlich ließen
sich allgemein gültige Bewertungsmaßstäbe, die für eine rationale und
überzeugende Beurteilung in dieser Hinsicht
heranzuziehen wären, nicht auffinden, weshalb auch in unserer Gesellschaft
durchaus unterschiedliche Geschmacksvorstellungen verbreitet seien. Dies
gelte gerade im Hinblick auf übertriebene und ironische Darstellungen
aktueller gesellschaftlicher Phänomene. Deshalb sei eine Beanstandung allein
aus einer geschmacklichen Bewertung heraus nicht nachvollziehbar. Aus diesen
Gründen sieht der Werberat von einer Beanstandung ab.

Mit freundlichen Grüßen
Katja von Heinegg

Deutscher Werberat
Postadresse: 10873 Berlin
Hausanschrift: Am Weidendamm 1 A, 10117 Berlin
Telefon: 030-59 00 99-700, Telefax: 030-59 00 99-722
Elektronische Post: werberat@werberat.de
Online: www.werberat.de

Was ich in diesem Zusammenhang nur nicht ganz verstehen kann (oder will). Es steht im Grundgesetz, dass Niemand auf Grund seiner Behinderung benachteiligt werden darf (Art. 3 GG) und Autismus ist offiziell eine Behinderung. Ist aber eine Werbung die mit Klischees einer Behinderung wirbt nicht eine Benachteiligung? Na ja vermutlich ist dies alles in der Grauzone der Meinungsfreiheit durchaus noch vertretbar, auch wenn es mir persönlich nicht gefällt, aber so zeigte mir dieser Vorfall, dass Beschwerden beim Deutschen Werberat ernst genommen und schnell bearbeitet werden und das ist doch auch etwas.

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Die Grünen als Internetpartei?

Verfasst von lennaron am 22/09/2009

Es sind keine 7 Tage mehr bis zur Wahl und der Wahlapparat der Parteien läuft auf Hochtouren. Die etablierten Parteien machen fleißig Koalitionsaussagen und verkünden Steuersenkungen in der größten Wirtschaftskrise der  BRD (klingt ja logisch) und während die bürgerliche Presse über DER LINKEN hetzt, die NPD wieder einmal beweist, warum sie verboten gehört und die Piratenpartei scheinbar noch einiges im Umgang mit rechten Medien für sich selbst zu klären hat, versucht sich meine liebste ökologische Splitterpartei Bündnis90/DIE GRÜNEN als Internetpartei.

So rufen sie in einem Brief an „die Netizens, die Generation C64, die digitalen Natives“ dazu auf sie zu wählen, da sie sich ja so sehr für das Thema der Bürgerrechte im Internet einsetzt.
Auch wenn in diesem Brief nicht einmal von den Piraten gesprochen wird, zeigt eine Gegenüberstellung der Ziele der Piraten mit denen der Grünen von Volker Beck eindeutig wohin diese Unternehmungen gehen.

Einmal ganz davon abgesehen, dass ich in diesem Brief in keinster Weise des Gefühl habe als aktiver Internetnutzer ernst genommen zu werden (Schreibstil und Anrede), um so unrealistischer finde ich die Ziele:

  • die Vorratsdatenspeicherung und die heimliche Online-Durchsuchung rückgängig gemacht werden,
  • Webseiten, die Kindesmissbrauch zeigen, gelöscht werden anstatt eine Sperrinfrastruktur aufzubauen, die diese nur notdürftig versteckt,
  • eine Pauschalvergütung wie die Kulturflatrate geschaffen wird, die eine faire Entlohnung von Künstlerinnen und Künstlern ebenso ermöglicht wie den freien Austausch von Kultur und Kreativität im Netz. Und die den Abmahnwahn der Unterhaltungsindustrie ein für alle Mal beendet,
  • Internetzugänge für jede und jeden geschaffen werden – über freies W-LAN in unseren Städten und eine flächendeckende Breitbandversorgung auf dem Land,
  • ein freies Internet gesichert wird, das nicht den Interessen der Wirtschaft und des Staates untergeordnet ist,
  • Gamerinnen und Gamer nicht länger kriminalisiert und stigmatisiert werden.

Einige Dinge mögen sicher schön klingen, aber wenn ich schon Dinge wie eine Kulturflatrate oder freies WLAN für alle in den Städten lese, dann weiß ich dass diese Forderungen die gleichen Umsetzungschancen haben wie „Tempo 30 auf allen Autobahnen“ und „die sofortige Stilllegung aller AKW“.Zum Thema Stigmatisierung von GamerInnen, konnte man die Grünen ja hinlänglich beim hin und her Rudern beobachten.

Schaue ich mir nun noch an, wie treu sich die Grünen in den 4 Jahren Rot-Grün geblieben sind (Afghanistan, Agenda 2010, Anti-Terror-Gesetze, u.a.) dann glaube ich euch absolut gar nichts mehr, was sie versprechen, dafür mussten sich nicht einmal 16 Bundestagsabgeordnete bei der Entscheidung über das Zugangserschwernisgesetz enthalten.

Bevor jetzt der ein oder andere einwenden mag, dass die Forderungen der Piraten wie ein „Super-Internetministerium“ oder manch andere Sachen auch nicht sonderlich realistisch sind, für eine Partei, die vermutlich an der 5%-Hürde scheitert, so mag das sicher zutreffen. Doch im Gegensatz zu den Grünen sind die Piraten noch jung und unverdorben. Eine Sache haben die Piraten bereits heute erreicht. Eine verstärkte Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit für Internet- und Technikthemen und die Leute dahinter. Ich kann mich nicht erinnern, dass in dem Umfang über sog. „Nerds“ diskutiert wird wie in den letzten Monaten, hier ein netter Artikel der FAZ als Beispiel, auch wenn man über die Art der Darstellung sicher streiten kann, so habe ich den Artikel mit einem zwinkernden Auge gelesen.

Doch bleibt trotz allem die Frage, was man in knapp 5 Tagen wählen sollte. Die Grünen nicht, die SPD und CDU sowieso nicht, die FDP beweist in Sachsen gerade wie sehr sie sich für bürgerliche Grundrechte im Internet einsetzt und die Linken können einem schon manchmal leid tun aber im Bereich Netzpolitik sind sie sehr still. Bleiben wohl nur noch die Piraten, die laut Tagesspiegel „Most American Partie“ was in meinen Augen, mit Blick auf das amerikanische Politiksystem kein Kompliment ist, höchstens für die Art ihrer Zusammensetzung und Basisarbeit.

Wer noch einmal die Stellungnahmen und eine Zusammenfassung der Parteiprogramme zu IT-Fragen lesen will, dem sei das Wiki der FSFE ans Herz gelegt.

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Kleiner RAM große Wirkung

Verfasst von lennaron am 11/09/2009

Manchmal liegen Fehler dort wo man sie nie vermuten würde. Bei demVersuch mir heute aus alten Bauteilen einen kleinen HTPC zu basteln, hatte ich so einige Schwierigkeiten. Weder Ubuntu, noch Debian oder Fedora ließen sich als LiveCD starten und irgendwann beschloss ich dann Debian direkt zu installieren.

Doch hierbei passierte dann etwas noch viel nervigeres, immer wenn ich versuchte die Systemfestplatte zu partitionieren fror der Rechner ein, die CapsLock- und die Rollen-Taste blinkten wie ein Weihnachtsbaum und nichts passierte.

Also die nächste Festplatte ausprobiert (hab ja so einige rumliegen, wieder das gleiche Ergebnis. Xubuntu statt Debian genommen, nichts passierte, wieder die Festplatte getauscht, wieder nichts. Nach weiteren erfolglosen Versuchen, wie anderen IDE-Strang benutzen, Installations-CD wechseln und ähnlichem habe ich dann doch mal gesucht und wurde nach einiger Zeit im Ubuntuforum fündig:

Wenn Dein System sowohl unter Windows als auch mit Linux abschmiert, tippe ich auf einen Hardwareschaden. Austauschen wuerde ich Speicher, Netzteil oder Festplatte (in dieser Reihenfolge!). Diese 3 Komponenten sorgen nach meiner Erfahrung fuer 95% aller Hardwarefehler.

Also schnell mal zwei der drei RAM-Riegel entfernt und siehe da das Problem war behoben. Dank an aasche und ich hoffe ich kann damit dem ein oder anderen helfen.

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Was für ein Tag

Verfasst von lennaron am 14/07/2009

Da vergisst man mal seinen Laptop rechtzeitig ans Stromkabel zu hängen, schafft gerade mal 2 Stunden in der Uni ins Netz und 7 Stunden später hat man 120 Tweets mit Neuigkeiten rumliegen.

Hier mal die Perlen des heutigen Tages, war ja wieder jede Menge los:

Bayern lockert Bundestrojaner, aber noch immer schlimm genug, dass er da ist.


ALG II verlängern für 40 bis 49 jährige auf 18 Monate, wenn ein einzelner CDU-Abgeordneter sowas vorschlägt, ist wohl Wahlkampf.

Und da sage noch einer die Deutschen wären nicht politisch interessiert. Die Zahlen von Abgeordnetenwatch.de sagen etwas anderes. Zu dumm nur dass Angela Merkel bisher nicht mitmischt.

Schön, dass bei der Gesundheitskarte noch nicht einmal für die Frage des Generationenproblems (der Karten) so wirklich ausgereifte Konzepte vorliegen.

Interessantes auch von SPON, da erfahren wir, dass Microsoft ins Internetradio einsteigen will und die XBOX 360 und ZUNE neu vermarkten will (und dass kurz nach der Einführung von Bing, die müssen zu viel Geld haben). Dann gibt es jetzt die ersten selbstzerstörenden USB-Sticks aller Mission Impossible, Apple geht scheinbar gegen Simlock-Hacks vor und meine absolute Lieblingsmeldung: „Hochglanzdisplays sind ergonomiefeindlich!“ Das war mir auch vorher klar, ich habe nie verstanden warum z.B. das Lenovo Ideapad mit Glossy statt matt ausgeliefert wurde, wie mein süßes MSI Wind U100!

Sehr schön auch heute in der MoPo:
„Super Nanny“ bei RTL ist: zum Prekariat gehen und draufhalten. Super-Nanny bei der SPD ist: bei Vorzeigeprojekten die Intimsphäre wahren. „
Neues von der Super-Nanny die inzwischen für die SPD Wahlkampf betreibt. Nachdem nun alle über sie gespottet haben, scheint es doch nicht so gut zu laufen und sich eher zum Problem in Zeiten des Wahlkampfes, der noch gar nicht begonnen hat, zu werden. Aber trotzdem netter Bericht und ein paar schöne Ideen. Ich warte trotzdem noch darauf, dass Peter Zwegert der neue Finanzexperte wird.

Eine schöne Nachricht aus dem Mobilfunkmarkt. Noch vor ein paar Wochen stieß ich bei Nachforschungen über freie Handys mit Linux-Betriebssystem auf Openmoko. Leider war das Projekt gescheitert, doch es zeichnet sich eine neue Chance ab. So will die Uni von São Paulo scheinbar das Projekt fortsetzen. Schon komisch, Ubuntu aus Afrika, freie Handys aus Lateinamerika, warum kapieren die Europäer nicht endlich die Chance, die solche Projekte bieten. Die geben lieber alle 2 Jahre bis zu 400€ für neue Handys aus, die proprietär sind und nie ganz ausgereift, so dass die Software beim Kunden entwickelt wird. Aber so ist das eben in einer Welt, wo freie Betriebssysteme 2% Marktanteil haben und Rechner mit kostenlosem Betriebssystem teils teurer verkauft werden, als welche mit Windows…

… und es geht aufwärts, zumindest an der New Yorker Börse. „Die Zahlen von Goldman sähen „fast zu gut aus, um wahr zu sein“", na vermutlich stimmt das sogar. Wenn man sich anschaut, was amerikanische Banken im Moment wieder für einen Umsatz einfahren, so fragt man sich doch, wozu die Staaten so viel Geld hinein gepumpt haben. Aber auch wenn die amerikanischen Banken ihre Hilfskredite bereits zurück gezahlt haben, um wieder frei agieren zu können, ich bezweifle, dass eine solche Entwicklung in Deutschland passieren wird. Ich lese bisher nur von immer neuen Forderungen und Bitten um Hilfe.

Es geht auch wieder weiter im Streit um die Berliner Reform der Schulen. Das neue Schulgesetz wurde verabschiedet. Die Umstrukturierung auf Gemeinschafts/Sekundarschule und Gymnasium ist beschlossen. Leider wurde die Forderung der Linken, nach mehr Integration von behinderten Kindern von der SPD nicht angenommen, aber von der Berliner SPD und vor allem Herrn Mohr und anderen Mitgliedern der Senatsverwaltung bin ich außer Integrationsfeindlichkeit auch nichts gewohnt.

Und zum Schluss noch etwas positives für den Datenschutz. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBZ, wer denkt sich diese Abkürzungen aus?) mahnt Social Networks auf unseriösen Umgang mit Nutzerdaten ab.

Schön was man immer so am Rande mitbekommt. Werde vielleicht in den Ferien zu Themen wie der Änderung des Berliner Schulgesetzes oder der Gesundheitskarte mal ein wenig Recherchieren.

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Wer klaut hier von wem?

Verfasst von lennaron am 22/06/2009

„Ich kann Kanzler“ war sicher nicht die beste Sendung des ZDF in diesem Jahr, aber scheinbar hat sie doch Spuren hinterlassen. So trat der Gewinner Jacob Schrot beim Polit-Fernsehduell mit dem Slogan: „Machen statt Meckern“ an und überzeugte bei den Zuschauern scheinbar in allen Bereichen so gut, dass er über 70% in der Endabstimmung erhielt.

Sein Slogan muss bei der Zielgruppe des ZDF (ich glaube ja immer noch an die Klassifizierung 50+ und CDU-Wähler), dass jetzt sogar die CDU selbst ihren Wahlslogan daran anzulehnen schien. Kaum zwei Tage später bekomme ich über Twitter die Mitteilung, dass die neue Devise „nicht meckern, sondern machen“ lautet. So zumindest verkündet es der Generalsekretär persönlich.

Bleibt die Frage, wer hat hier von wem geklaut, Jacob vom neuen Programm der CDU/CSU oder die Werbeleute der Union? Es ist übrigens sehr widersprüchlich was man über Jacob und seine Parteizugehörigkeit liest. Die FAZ bezeichnet ihn als CDUnahe und parteilos aber die Berliner Zeitung zeigt in ihrem Interview sehr eindeutig, dass er wohl doch Mitglied ist.

Ein weiteres Interview nach dem Wahlsieg kann man übrigens auch in der Berliner nachlesen.

Wenn man aber von diesem komischen Zufall (?) absieht halte ich nicht sonderlich viel von „Ich kann Kanzler“, gut Redetalent hatten sie alle, Jacob vielleicht am Meisten, aber auch nur weil er am häufigsten was zu sagen hatte.
Das was politisch rüber kam war langweilig und altbekanntes Gelaber, was man aus tausenden Debatten kannte. Somit bringen meiner Meinung nach diese neuen Politiker nichts neues in die Gesellschaft. Von Wissen kann bei den Fragen, die den Kandidaten gestellt wurden auch nicht sprechen. Ich finde es hat nicht einmal etwas mit Allgemeinbildung zu tun, wenn man weiß was der Lieblingszeitvertreib von Konrad Adenauer war (Bocchia) oder wie hoch das Kindergeld ist. Außerdem waren die Spitzenpolitiker auch nicht besser, wie Frau Künast bewiesen hat.

Traurig ist auch die Tatsache, dass 180.000 Zuschauer bei sowas anrufen und abstimmen und für eine Petition gegen die Internetsperre kommen in einem Monat gerade mal 134.000 Unterschriften zusammen.

Alles in allem war „Ich kann Kanzler“ ein Experiment, das scheiterte, allerdings ärgere ich mich ein wenig, dass ich mich damals nicht beworben habe.

Viel zu gut kenne ich solche Planspiele von Parteijugendlichen und genau das ist in meinen Augen ein 18jähriger CDU-Jugendlicher mit 16 (!) Ehrenamtsposten. Frage mich wie er da noch was machen will, bei all den Posten, ich hatte zu Schulzeiten 3 Ämter und habe das kaum geschafft und die Leute, die ich kannte, mit vergleichbarer Ämterzahl waren Worcaholics ohne Privatleben. Aber selbst die hatten mehr Profil als Jacob. Aber wie heißt es so schön? Jedes Land bekommt die Politiker die es verdient.

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Demo Löschen statt Speren am 20. Juni 2009

Verfasst von lennaron am 22/06/2009

Samstag, das Gesetz gegen Internetzensur wurde verabschiedet, doch der Kampf war noch nicht aufgegeben. Auch wenn ich nicht so häufig auf Demos bin in den letzten Jahren und nicht einmal an der Großdemo zum Bildungsstreik teilgenommen habe (war aus Studiengründen verhindert), beschloss ich mich in die Demo gegen #Zensursula einzureihen.

Treffpunkt Willy-Brandt-Haus, 12 Uhr und schon unterwegs traf man die ersten Informatikstudenten, ausnahmsweise mal im Real-Life. Zu Beginn der Demo waren noch nicht so viele Leute anwesend, noch weniger als ich ursprünglich erwartet hatte aber so langsam füllte sich dei Kreuzung vor der SPD-Zentrale. Irgendwann beschwerte sich die Polizei, dass wir doch auf der falschen Straßenseite stehen würde und wie es sich für die deutsche Bürokratie gehört, mussten wir eine Viertel Stunde bevor die Straße für uns gesperrt wurde, die Straße überqueren, um uns auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig zu sammeln.

Dann ging es in Richtung Potsdamer Platz und ich schätze mal es waren um die 500 Leute, vielleicht auch ein paar mehr, ich habe lange keine Demo mehr geschätzt. Unterwegs hörte ich dann zum ersten Mal das neue Protestlied der Bewegung. Sicher es mag etwas auf Partymusik gemacht sein, aber so schlimm finde ich es jetzt auch nicht, es passt mit seiner albernen Grundhaltung auf sehr ironische Weise zum Protest, wenn man beobachtet wie ernst der Kampf der 9%-Internetcommunity (Rede Bundestag) von der Politik genommen wird. Letztendlich kann man über Geschmack und Kunst immer streiten und die Leute, denen der Song nicht gefällt können gerne eine Alternative produzieren, ich werde ihn mir gerne anhören.

Das Wetter spielte mit und irgendwann erreichten wir, den Potsdamer Platz. Dort angekommen gab es noch ein paar Reden unter anderem von Ströbele und Tauss (wobei Tauss auch schon am Anfang der Demo seine Situation in der SPD geschildert hatte). Mal nebenbei, es kam auf der Demo Kritik auf, dass die Linkspartei zu großen Teilen nicht anwesend war, als das Thema am Donnerstag beschlossen wurde. Allerdings steht im Sitzungsprotokoll des Bundestages das Gegenteil. Gregor Gysi und ein Vertreter für Oskar Lafontaine haben mit NEIN gestimmt, ebenso meine Direktkandidatin Gesine Lötzsch.

Am Ende verkündete Tauss noch seinen Eintritt in die Piratenpartei und schon las man am nächsten Tag in der Zeitung, wieder von der Piratenpartei als Gruppe von Internetnutzern die Raubkopien legalisieren wollen. Ein hoch auf den Profi-Journalismus der bei dpa abschreibt.

Pünktlich zum Ende der Demo begann dann auch der Regen, der uns die ganze Demo über verschont hatte und beendete die Veranstaltung. Ich hoffe wir sehen uns alle am 12. September 2009 zur Großdemo in Berlin.

weitere Infos über die Demo am Samstag findet ihr im Wiki von Löschen statt Sperren.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos:

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Europaweite Internetsperre?

Verfasst von lennaron am 21/06/2009

Toll, da macht man mal einen Abend Party, wacht gegen Mittag auf und schön überbieten sich die Schlagzeilen, die mir Twitter von den letzten 20 Stunden übermittelt.

So fordert Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) eine europäische Ausweitung der Internetsperre

Dabei beweist sie ihr durchaus überragendes technisches Verständnis:

„Es gibt nach wie vor Foren, an die man mit diesen Sperren nicht herankommt.“

Klar, Foren die über die Sperre nicht erfasst werden, vielleicht meint sie UseNet oder Chaträume, aber wir wissen ja alle, dass Politiker keine Ahnung von Technik haben. Auch sehr schön:

„Wenn die Server im Ausland stehen, haben wir aber geringe Chancen. Wir wollen zwar auch versuchen, dass diese Seiten gelöscht werden“, sagte Kolb. Klappt das jedoch nicht, sollen im Internet künftig Stoppschilder erscheinen,[...]„

Dabei sollte inzwischen das Argument, dass eine Löschung durchaus funktionieren kann, auch bei dem letzten Politiker angekommen sein. Zumindest erwarte ich das von einem Politiker, bevor er sich zu diesem Thema öffentlich äußert. Aber nein, es werden weiter die üblichen sinnlosen Argumente von Ursula kopiert und die Pressemitteilungen von der DPA ohne nachzudenken abgeschrieben. Tolles Land und super investigatiever Journalismus!

„“Das Problem ist, dass die meisten Server, über die kinderpornografische Bilder verbreitet werden, im Ausland stehen“, erklärte die SPD-Politikern.“

Wenn ich mir die Karte auf AK-Zensur anschaue, dann kommen laut den Australiern die meisten solcher Seiten aus USA, Niederlande und BRD und das sind sicher alles Länder mit denen man nicht reden kann und in denen Kinderpornographie nicht bestraft wird?

Was kommt in Zukunft? Sperrung von Seiten mit Killerspielen?

„Derzeit seien weitere Sperren, etwa für Internet-Seiten mit Killerspielen, nicht absehbar. Sinnvoller sei, die Verbreitung dieser Spiele über eine stärkere Selbstkontrolle der Hersteller zu verhindern.“

Wie beruhigend, wenn ich dann in der taz solche Artikel lesen muss:

„Der CDU-Bundestagsabgeordnete und baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl brachte im Kölner Stadt-Anzeiger vom Freitag solche Sperren auch für „Killerspiele“ im Internet ins Gespräch. „Wir prüfen das ernsthaft“, sagte Strobl. „Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf das Verhalten Jugendlicher auswirken, dann kann das Internet kein rechtsfreier Raum sein“.“

Schlimm das alles, gestern auf der Demo gegen die Internetsperre (Artikel folgt) meinte ein alter Freund und ebenfalls Informatikstudent zu mir:

„Als sie die angeblichen Kinderpornoliebhaber geholt haben, habe ich geschwiegen.
Als sie die Filesharer abgeholt haben, habe ich geschwiegen.
Als sie die Spieler von Killerspielen geholt haben, habe ich geschwiegen.
Als sie gekommen sind, um mich zu holen, war keiner mehr da der etwas sagen konnte!“

Und wo die Grundstimmung gerade so positiv ist, hier noch ein Bild von der Tempelhof-Erstürmung am Wochenende, das zeigt wie die Berliner Deeskalationspolitik im 21. Jahrhundert aussieht.

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